Paartherapie

Eine lebendige Beziehung zu leben, Höhen und Tiefen durchzustehen und daran zu wachsen, kann ein so bereichernder und von vielen ersehnter Teil des eigenen Lebens sein. Trotzdem ist es in der heutigen Zeit voller beruflicher und privater Aufgabenfülle und Beschleunigung eine große Herausforderung, diese Beziehung zu pflegen, ihr Raum zu geben und sich selbst nicht zu verlieren. Geschweige denn, sich als Paar weiterzuentwickeln und an neuen Lebensaufgaben zu wachsen.

Paartherapie kann eine wichtige Unterstützung sein, um neue und hilfreiche Umgangswege mit Krisen zu finden. Und diese Krisen können durch die unterschiedlichsten Auslöser entstehen.

Bis sich ein Paar zu dem Schritt entscheidet, eine Paartherapie zu wagen, ist häufig schon ein großer Berg an Sorgen, Belastungen, Fragen angewachsen. Oft ist die Hilflosigkeit im Umgang mit der entstandenen Situation bereits so groß, dass beide Seiten gegen überzogene Reaktionen ankämpfen. Es kann passieren, dass die Beteiligten dann Verhaltensweisen zeigen, eigentlich um in der Krise durchzuhalten, die aber als Folge die Beziehung weiter belasten und beide dazu sehr erschöpfen.

Meine Erfahrung ist: Oft ist das persönliche Verhalten von beiden Seiten eines Paares in der Krise sehr unterschiedlich. Ich hüte mich davor, Partei zu ergreifen, auch wenn vordergründig bestimmte Verhaltensweisen schneller nachzuvollziehen sind. Aber es wird meist schnell deutlich, dass beide leiden. Der Leidensdruck zeigt sich nur eben sehr unterschiedlich.



Paartherapie kann Ihnen helfen

  • um Wege aus der Sprachlosigkeit zu finden, wieder konstruktiv und ohne gegenseitige Verletzungen miteinander in Kontakt zu kommen.
  • um Wunden zu verarbeiten. Wie wird mit Vertrauen umgegangen? Kann es heilende Schritte geben? Wie müssen diese aussehen?
  • eine gemeinsame Basis zu finden. Gibt es einen Schutz für Ihre Paarbeziehung? Was brauchen Sie beide für einen Beziehungs-„Boden“?
  • um sich als Paar wieder zu finden. Kennen Sie sich noch als Paar oder nur als Eltern? Erleben Sie sich nur noch in der Fürsorge für Ihre Familie, aber nicht mehr – oder vielleicht auch noch nie – für sich und Ihre/n Partner/in, geschweige denn für sich selbst ganz alleine?
  • (wieder) miteinander in Berührung zu kommen. Krisen wirken sich oft auf das Bedürfnis nach Berührung, Nähe und Sexualität aus.
  • Probleme mit Ihren Herkunftsfamilien zu lösen (Einmischung, fehlende Grenzen, Schuldgefühle …). Wie schaffen Sie eine eigene Paar-Privatsphäre? Und wie kann es gelingen, die Erfahrungen und Lebenseinstellungen aus Ihren Herkunftsfamilien nicht automatisch fortzusetzen? Dies sind sehr befreiende Schritte.
  • um Lebensvisionen und Perspektiven zu entwickeln. Gerade wenn Sie in Ihrem Alltag feststecken, nur funktionieren, verantwortungsbewusst allem gerecht werden, aber in Gefahr sind, sich selbst zu verlieren ...
  • Ihre Beziehungsfähigkeit zu stärken und zu verbessern
  • Bindungsängste zu thematisieren, alte Beziehungs-Verletzungen aufarbeiten zu können. Diese können ein großes Hindernis selbst in einer Beziehung sein, die Ihnen sehr am Herzen liegt.
  • eine Stärkung Ihres Selbstwertgefühls zu erleben. Zweifel an sich selbst, an dem eigenen Wert können Nähe verhindern, da Zuneigung nicht wirklich geglaubt wird, wodurch sich der Andere, der ernsthaft seine Emotionen zeigt, nicht ernst genommen fühlt.
  • gesunde Grenzen zu finden. Oder darf es nur ein „Wir“ geben? Wie stabil und zufrieden stehe ich in meinem eigenen Leben? Bin ich nur „vollständig“ durch eine Beziehung? Erlebe ich einen Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinsein? Kann ich gut mit mir alleine sein?

 

Weitere wichtige Punkte können sein:

  • Wie kann eine Trennung gut verlaufen? Können wir einen Abschied gestalten, ohne weiter Porzellan zu zerschlagen?
  • Wie finden wir einen guten Umgang mit Druck und Einmischung von außen? Gerade auf dem Land erlebe ich, wie sehr Konventionen, Erwartungen und fest verankerte Lebensvorstellungen hetero- und homosexuelle Paare unter Druck setzen können und es viel Selbstwertgefühl bedarf, sich zu behaupten und sich mit der eigenen Identität selbstbewusst und doch entspannt zu zeigen.
  • Inwieweit rutschen wir manchmal in alte Kind-Rollen? Wie finden wir einen erwachsenen und reifen Umgang im Miteinander?
  • Wie stimmt das Geben und Nehmen in unserer Beziehung?

 

Sollten Sie Fragen haben, mailen Sie mir doch bitte oder rufen Sie mich an. Ich werde Ihnen gerne ausführliche Informationen geben.

Entscheiden Sie nach dem ersten Termin in Ruhe, ob Sie die Therapie fortsetzen wollen, ob Sie sich von mir gesehen und unterstützt fühlen. Fühlen Sie sich völlig frei, sich dafür die Zeit zu nehmen, die Sie brauchen. Sie legen sich auf keine Stundenanzahl und keinen Zeitraum fest.